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Sehenswürdigkeiten der Stadt Neustadt am Kulm

Neustadt hat mit dem Rauhen Kulm (682,5 m Meereshöhe; 165 m Talhöhe) und seinem 25 m hohen Aussichtsturm eine touristische Attraktion ersten Ranges.

Wer auf schmalem Pfad, durch Basaltbrocken hindurch, den in den weißblauen Himmel ragenden Vulkanschlot erklimmt, den erwartet vom Aussichtsturm ein imposanter Blick, der über den bunten Landschaftsteppich mit den roten Dächern der kleinen Stadt Neustadt bis hinauf zum Fichtelgebirge und zur Fränkischen Schweiz reicht.

Der Rauhe, auch Große Kulm im Volksmund genannt, ist ein gegen Süden vorgeschobener Posten des Fichtelgebirges und ragt neben mehreren benachbarten Vulkankegeln wohl einzigartig aus der Hochfläche zwischen Obermain und der Obernaab empor; einem Gebiet, das gleichzeitig die europäische Wasserscheide zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer bildet.Weil der Rauhe Kulm ein so auffälliger und geheimnisvoller Berg ist, existieren zahlreiche Sagen über ihn. So sagt man z.B., dass dort ein Berggeist lebt, der die Bäume vor Baumfällern beschützt. Auch gibt es eine Legende über eine silberne Glocke, die die Ritter im Brunnen der einstigen Burg versenkt haben sollen und die seitder nicht mehr wiedergefunden wurde.

Sehenswert ist die Stadtkirche, eine der schönsten ev.-luth. Barockkirchen Bayerns. 1413-15 als Klosterkirche der Karmeliter erbaut, wovon nur noch Chor, Sakristei und der Unterbau des Turmes herrühren, wurde diese im Dreißigjährigen Krieg anno 1633 mit der ganzen Stadt jämmerlich in Schutt und Asche gelegt. Erst ab 1708 fand ein großer Restaurationsbau statt, dem das Gotteshaus im wesentlichen heute sein Aussehen verdankt. Aus dieser Zeit stammt auch das Langhaus mit einer dreiteiligen Decke, einer sehr gedrückten Tonne auf einer kehlenförmigen Vorwölbung. Chor- und Langhausgewölbe sind reich stuckiert und mit Malereien geziert. Die barocken Stukkaturen sind breit in den Formen, aber flach im Relief; vorwiegend Akanthusranken und Blattschnüre; zwischen den Stichkappen befinden sich große Kartuschen, die von Engelchen gehalten werden. Vier größere Deckengemälde schmücken das Gotteshaus: Im Chor die Dreieinigkeit, im Langhaus die Geburt Christi, Himmelfahrt Christi und das Pfingstfest.

Über dem Chorbogen ist die Verkündigung Marias dargestellt; in den Stichkappen erkennt man Engelchen mit den Leidenswerkzeugen, in den Kartuschen zwischen den Stichkappen die vier Evangelisten. Im Langhaus zieht sich auf drei Seiten eine doppelte Empore aus der Barockzeit herum. Der Choraltar, um 1720 errichtet, wird von sechs Säulen gerahmt; inmitten eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe mit lebhaft bewegten Figuren. Die Kanzel ist weiß stuckiert mit einem Schalldeckel darüber, der von zwei freistehenden Engeln getragen wird.
Kusntdenkmalerischen Wert haben einige der zahlreichen Epitaphien wie die marmorne Grabplatte(1580) des ehemaligen Speinharter Abtes und späteren Vizedomes Johann Georg von Gleißenthal oder der Grabstein (1683) der Kinder des Pfarrers Adam Rößler; ein vortreffliches Werk des wegen seiner Kanzelaltäre berühmten Bayreuther Hofbildhauers Elias Räntz.

Ein Kleinod befindet sich in der 1723 erbauten Friedhofskirche, nämlich eine Barockorgel von 1732, gebaut von Johann Georg Purucker, entstammend einer bekannten Orgelbauerfamilie aus dem Sechsämterland. "Ein geradezu ideales Instrument für die höfisch-kammermusikalischen Orgelschöpfungen der zu Bayreuth im Dienste der Markgrafen stehenden Musiker", urteilt ein bekannter deutscher Organist der Gegenwart über die Orgel.

Ein Besuch für den Kunstfreund der sich in jedem Falle lohnt ist die Mockersdorfer Pfarrkirche St. Michael.

Das Kircheninnere wurde 1750 von Jakob Frey aus Pinkofen zu einem Kleinod dörflicher sakraler Baukunst im Stil des Rokokos ausgestattet. Dieser brachte an Decke und Chor beachtliche Stuckdekorationen an mit Schweifwerk, Gittern und Vasen. Die Maler von Priefling, nämlich Otto Gebhard und sein Vater Johann, die auch mit dem Malerfürsten C-D. Asam zusammen-arbeiteten, schufen die anmutigen Freskomalereien.